Connectoor-Stellenprofil

Stellenanzeigen mit Profil

Wie fange ich an?

Viele Gedanken im Kopf, aber das digitale Papier ist immer noch weiß – jeder der schon einmal eine Stellenausschreibung verfasst hat, kennt diesen Moment. Es braucht Struktur und klaren Inhalt, so viel steht fest. Doch wie fängt man am besten mit dem Schreiben an?

Wenig Zeit? Weiter unten gibt’s unsere Checkliste zum Ausdrucken!

Ein erstes Fundament

Prinzipiell ist jede Herangehensweise richtig, so lange als Konsequenz gute Bewerbungen eingehen. Ein Weg des leichten Einstiegs ist der Anfang mit dem Stellenprofil, also den Eckdaten und Rahmenbedingungen der ausgeschriebenen Stelle. Unser Stellenprofil-Ansatz beginnt mit einem Grundgerüst und klärt danach die fünf „Wir“. Dahinter verbergen sich: wir sind, wir suchen, wir erwarten, wir bieten, wir bitten um.

Das Grundgerüst und die fünf „Wir“

Das Grundgerüst des Stellenprofils umfasst grundlegende Informationen zur Stelle: Das meint die Stellenbezeichnung, Anstellungsart, Ort und Beginn der Tätigkeit. Unter „wir suchen“ sind Verantwortungsbereiche sowie Aufgaben zu vermerken. Der Abschnitt „wir erwarten“ geht näher auf soziale und fachliche Kompetenzen des gewünschten Bewerbers ein. Gute Kandidaten suchen sich heutzutage ihre Arbeitgeber aus: Deswegen sollte auch dem „wir bieten“ große Aufmerksamkeit geschenkt werden. Hier spielen finanzielle und nicht-finanzielle Entscheidungsanreize für gute Bewerber die größte Rolle: Welches Gehalt kann der Kandidat erwarten? Gibt es gute Weiterbildungs- und Aufstiegschancen? Unter „wir bitten um“ geht es um Organisatorisches. Um gute Bewerbungen sicherzustellen sollte im Stellenprofil klar definiert werden, welche Fristen gelten und in welchem Format und Umfang die Bewerbung an den zuständigen Ansprechpartner im Unternehmen übermittelt werden sollte.

Zusammengefasst: Checkliste Stellenprofil

  • Grundlegendes – Grundgerüst
    • Stellenbezeichnung
    • Anstellungsart
    • Ort & Datum des Beginns der Tätigkeit
  • Beschreibung des Unternehmens – wir sind
    • Harte Faktoren: z.B. Branche, Größe
    • Weiche Faktoren: z.B. Kultur, Führungsstil, Alter
  • Beschreibung der Tätigkeit – wir suchen
    • Positionsbezeichnung
    • Ausschreibungsgrund
    • Haupt- und Nebenaufgaben
    • Verantwortungsbereich
  • Beschreibung der Anforderungen – wir erwarten
    • Fachliche Kompetenzen
    • Konkrete Qualifikationen (z.B. Studienabschluss, • Berufserfahrung)
    • Soziale und personale Kompetenzen
  • Beschreibung der Arbeitsbedingungen – wir bieten
    • Rahmenbedingungen: z.B. Ort, Arbeitszeiten, Einbindung in Teams, Weiterbildungsmöglichkeiten, Entwicklungsmöglichkeiten
    • Leistungen: z.B. Gehalt, Sozialleistungen
  • Organisatorisches – wir bitten um
    • Geforderte Bewerbungsunterlagen
    • Bewerbungsfristen
    • Ablauf der Bewerbung
    • Ansprechpartner

Die nur oberflächlich angekratzte Tiefe der Punkte macht deutlich: Man sollte in der Zeitplanung berücksichtigen, dass es manchmal länger dauert, gute Gedanken zu Papier zu bringen.

E-Recruiting-Systeme helfen in einigen Belangen

E-Recruiting-Systeme können den Prozess vereinfachen. Im Prinzip führt jeder Anbieter den Nutzer durch einen Prozess, der alle Punkte dieser Checkliste umfasst. Auch die Aufmachung der so entstehenden Online-Ausschreibungen entspricht professionellen Ansprüchen.

Als Arbeitgeber muss man sich also keine Sorgen mehr um das Design der Ausschreibung machen. Darüber hinaus fragen alle E-Recruiting-Systeme die Eckpunkte unserer Checkliste ab. Vor inhaltlichen Fehlern schützen die System heute allerdings noch nicht. Momentan ist der einzig verlässliche Schutz die Buchung der Personalberatung Ihres Vertrauens. Klar, das kostet – Zeit und Geld. Aber welcher Arbeitgeber kann es sich schon leisten, nicht die richtigen Bewerber anzusprechen?

Alle Anbieter von HR-Software arbeiten unter Hochdruck an automatisierten Matching-Systemen. Viele werben mit großartigen Versprechen für automatische Kandidaten-Vorschläge. Die Technologie ist zwar schon entwickelt, aber noch nicht verlässlich. Wie üblich in der IT-Branche wird sich das aber sehr schnell ändern.

Das Wichtigste zum Schluss

Jeder einzelne Punkt der Liste ist wichtig und könnte noch weiter vertieft werden. Checklisten sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Sie kennen sicher den Urban-Myth vom Autofahrer, der seinem Navigationsgerät so vertraute, dass er auch das „in…50 Metern…rechts abbiegen…ins Hafenbecken!“ brav befolgte. Es wirkt schon trivial: Die besten Stellenausschreibungen basieren auf gesundem Menschenverstand!

Wer überlegt, auf elektronische Recruiting-Lösungen umzusteigen, kann sich freuen: Immer mehr Systeme können kostenfrei ausprobiert werden. Legen Sie gleich los – wenn Sie möchten mit unserem Connectoor.