Absagen

Studienplatzabsage- und jetzt?

Viele Schulabsolventen warten gerade sehnsüchtig auf eine Antwort der Uni- doch was tun, wenn man den erhofften Platz nicht bekommt? Die WELT hat fünf Alternativen gefunden.

Alternativstudiengang: Für einen guten Studienplatz ist es trotz Absage nicht zu spät. So hat man zum Beispiel noch bis Ende September die Chance per Losverfahren einen Studienplatz zu bekommen. Oder aber auf hochschulstart.de, wo man über frei gebliebene Plätze informiert wird. Jedoch sollte man sich nicht willkürlich in einen Studiengang einschreiben. Man sollte lieber schauen, ein Studienfach zu finden, welches dem Wunschfach ähnelt. So kann man sich später gegebenenfalls Scheine anrechnen lassen. Auch könne man sich nach Universitäten informieren, die auch im Sommersemester beginnen, so muss man nur ein halbes Jahr überbrücken.

Ausbildung: Warum eigentlich ein Studium und keine Ausbildung? Eine Umfrage ergab, dass vier von zehn Abiturienten eine Ausbildung absolvieren. Doch Achtung, denn für eine Ausbildung sollte man sich in der Regel schon ein Jahr vorher bewerben. Allerdings gibt es auch jedes Jahr einige Restplätze, es lohnt sich also sich trotzdem zu bewerben. Kleiner Tipp: Wenn man sich bei der Agentur für Arbeit anmeldet, wird man regelmäßig über neue Ausbildungsplätze informiert. Sollte man also den Wunschstudienplatz nicht bekommen, so kann man sich eine verwandte Ausbildung suchen, Praxiserfahrung sammeln und auch Wartesemester.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ): Ein Freiwilliges Jahr ist super zur Orientierung. Zudem ist das Angebot enorm groß: so kann man das FSJ im Sportbereich, im Sozialen Bereich, im kulturellen oder ökonomischem Bereich machen. Natürlich kann man es auch im Ausland absolvieren.

Praktikum: Wer schon weiß, in welche Richtung es gehen soll, kann auch ohne einen Studienplatz schon etwas für sein Studium machen. Bei manchen Studiengängen wird sogar ein Eingangspraktikum verlangt. In jedem Fall schadet ein Praktikum nie. Doch wie kommt man an einen Praktikumsplatz? Viele Unternehmen schreiben offene Praktikumsplätze auf ihrer Homepage aus. Meistens dauern freiwillige Praktika sechs Wochen.

Auslandserfahrung: Vor allem nach dem Abitur bietet es sich an ins Ausland zu gehen. Und auch in der Bewerbung macht sich die Zeit im Ausland ganz gut. Wer also eine neue Sprache lernen will und Länder bereisen will, für den ist dies genau das Richtige. Jedoch sollte man sich im Klaren darüber sein, was man mit dem Aufenthalt erreichen will.

Sollte also dieses Jahr der passende Studienplatz nicht dabei sein, so ist es noch lange kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Manchmal ist es sogar besser erstmal ins Ausland zu gehen oder ein Praktikum zu machen, um sich selbst und die Arbeitswelt besser kennenzulernen.