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HR-Wissen

Warum es manchmal schwerer ist, Mitarbeiter zu finden als Ostereier  

Marlon Bösel

Geschrieben von

Zu Ostern suchen wir Eier.
Im Recruiting suchen wir Mitarbeitende.

Und manchmal fühlt sich Letzteres deutlich schwieriger an.

Nicht unbedingt, weil gar keine Bewerbungen eingehen. Sondern weil zwischen vielen Bewerbungen oft nur wenige wirklich passen. Der Korb ist voll —  voll mit vielen Bewerbungen, doch zu wenige die am Ende "passend" sind. 

Genau hier liegt für viele Unternehmen die eigentliche Herausforderung im Recruiting:
nicht nur Bewerbungen zu sammeln, sondern die richtigen Bewerber:innen schnell zu erkennen.

Viele Bewerbungen bedeuten nicht automatisch gute Bewerbungen

Ein voller Bewerbungseingang wirkt auf den ersten Blick positiv. In der Praxis bedeutet er aber häufig vor allem eines: mehr Aufwand.

Denn jede Bewerbung muss gesichtet, eingeordnet und bewertet werden. Wenn ein großer Teil davon nicht zur Stelle passt, geht wertvolle Zeit verloren — und genau diese Zeit fehlt dann bei den Kandidat:innen, die eigentlich interessant wären.

Das Ergebnis kennt fast jedes Recruiting-Team:

  • die Sichtung dauert länger als geplant
  • Rückmeldungen verzögern sich
  • gute Kandidat:innen warten zu lange
  • und springen im Zweifel ab

Das Problem ist also nicht nur die Menge.
Das Problem ist die Trefferqualität — und die Geschwindigkeit, mit der passende Bewerber erkannt werden.

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Schöne Eier und Überaschungs-Eier: Eine einfache Recruiting-Metapher

Unsere Osterkampagne bringt dieses Thema bewusst einfach auf den Punkt:

  • Schöne Eier = gute, passende Bewerber:innen
  • Überaschungs-Eier = Bewerbungen, die man sich genauer anschaut, weil sie nicht sofort eindeutig sind
  • Nest = Talentpool
  • Korb = Bewerberpipeline

Überaschungs-Eier sind Bewerbungen, die man sich genauer anschaut, weil sie nicht sofort eindeutig sind.
Jede Bewerbung kann dabei positive Überraschungen enthalten – Erfahrung, Motivation oder ungewöhnliche Wege.
Trotzdem sind viele am Ende kein „Perfect Match“ für Rolle, Timing oder Rahmenbedingungen.
Wichtig ist: wertschätzend prüfen und antworten – aber passende Profile konsequent priorisieren.

Im Recruiting-Alltag ist das normal. Problematisch wird es erst dann, wenn Wackel-Eier so viel Zeit binden, dass passende Kandidat:innen im Prozess untergehen.

Wenn Sie viele Wackel-Eier im Eingang haben, brauchen Sie vor allem eins: schnelle Klarheit, wer wirklich passt.
Der Connectoor Direkt Service unterstützt Sie dabei, die richtigen Bewerber:innen zu finden – und Prioritäten im Prozess so zu setzen, dass passende Profile nicht untergehen.

Warum Recruiting oft zäh wirkt – obwohl viele Bewerbungen da sind

Wenn der Besetzungsdruck steigt, gehen viele Teams erstmal den richtigen, naheliegenden Weg: Reichweite erhöhen.
Mehr Kanäle, mehr Sichtbarkeit, mehr Ausschreibungen – und oft auch bewusst kostenpflichtige Anzeigen, um passive Kandidat:innen überhaupt zu erreichen.

Das ist ein guter Schritt:
Mehr Reichweite bedeutet meist mehr Interesse und mehr Auswahl.

Aber genau hier kippt es häufig:
Wenn die Auswahl nicht mithält, wächst nicht nur der Bewerberpool – sondern vor allem der Aufwand.

Denn was hilft Ihnen ein voller Korb, wenn Sie ihn intern nicht schnell genug sichten und sortieren können?

Typische Folgen sind dann:

  • hohes Screening-Volumen
  • verzögerte Abstimmungen im Team
  • uneinheitliche Rückmeldungen
  • starke Kandidat:innen werden zu spät priorisiert

So entsteht schnell das Gefühl: „Wir finden niemanden.“
In Wirklichkeit ist die Herausforderung oft eine andere:
Wir erkennen die richtigen nicht früh genug – obwohl sie schon da sind.

Das eigentliche Recruiting-Problem: Auswahl statt nur Reichweite  

Mehr Bewerbungen lösen nicht automatisch das Recruiting-Problem.
Sie lösen es nur dann, wenn der Prozess es schafft, passende Bewerber:innen früh sichtbar zu machen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb

„Wie erkennen wir schneller, wer wirklich passt?“

Genau hier entscheidet sich, ob ein Recruiting-Prozess effizient ist oder unnötig Zeit kostet.

Woran man erkennt, dass zu viele „Überaschungs-Eier“ Zeit binden  

Ein kurzer Selbstcheck aus dem Recruiting-Alltag:

Wenn Sie mehrere Punkte mit „Ja“ beantworten, lohnt sich ein Blick auf Auswahl und Struktur:

  • Sie erhalten viele Bewerbungen, aber nur wenige passende
  • die Sichtung dauert regelmäßig länger als geplant
  • gute Kandidat:innen springen im Prozess ab
  • Rückmeldungen ziehen sich über mehrere Schleifen
  • Entscheidungen im Team dauern zu lange
  • es fehlt eine klare Priorisierung der Kandidat:innen

In solchen Fällen liegt das Problem oft nicht am Interesse am Job — sondern daran, dass gute Bewerber:innen nicht schnell genug erkannt und weitergeführt werden.

Was erfolgreiche Recruiting-Teams anders machen

Erfolgreiche Teams verlassen sich nicht nur auf einen vollen Eingang. Sie schaffen Strukturen, mit denen sie schneller zu guten Entscheidungen kommen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • eine klare Übersicht über alle Bewerbungen
  • nachvollziehbare Zuständigkeiten im Team
  • strukturierte Auswahl- und Bewertungsprozesse
  • schnelle Rückmeldungen an passende Kandidat:innen
  • konsistente Kommunikation im Verlauf des Prozesses

Das Ziel ist nicht, jede Bewerbung gleich lange zu bearbeiten.
Das Ziel ist, gute Kandidat:innen früh zu erkennen und konsequent weiterzuführen.

Warum Geschwindigkeit ein echter Wettbewerbsvorteil ist  

Im Recruiting konkurrieren Unternehmen nicht nur über Gehalt, Benefits oder Arbeitgebermarke — sondern auch über Reaktionsgeschwindigkeit.

Wer gute Kandidat:innen schnell erkennt und sauber durch den Prozess führt, hat einen klaren Vorteil.

Denn passende Bewerber:innen sind oft nicht lange verfügbar.
Während intern noch sortiert und abgestimmt wird, haben andere Unternehmen bereits den nächsten Schritt gemacht.

Deshalb gilt:

Viele Bewerbungen sind gut.
Schnelle, strukturierte Auswahl ist besser.

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Fazit: Nicht jedes Ei gehört ins Nest  

Recruiting wird nicht automatisch besser, nur weil der Korb voller wird.

Es wird besser, wenn Unternehmen die schönen Eier — also passende Bewerber:innen — früh erkennen und die faulen Eier schneller aussortieren können.

Die entscheidende Frage ist also nicht nur:

„Wie füllen wir den Korb?“

Sondern:

„Wie finden wir die guten Eier zuerst?“

Wenn Sie sehen möchten, wie Sie passende Bewerber:innen schneller sichtbar machen und Entscheidungen im Team beschleunigen, vereinbaren Sie einen Demo-Termin mit uns.

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